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Heutiger Journalismus:  Einseitige Gesinnungen mit Halbwahrheiten, statt ausgewogene Fakten 

Medien1Noch nie standen den Menschen so viele Informationen und so viel Zeit für die Mediennutzung zur Verfügung wie heute. Trotzdem fehlt in der Bevölkerung weitgehend ein fundiertes und zusammenhängendes Wissen in geschichtlichen, sozialen und wirtschaftlichen Bereichen. Die heutigen Berichterstattungen sind auf Kurzfristigkeit, Ideen und Trends fokussiert. Die Nachfrage nach zuverlässigen Informationen, um den Manipulationen zu entkommen, war nie grösser als heute. Es sind aber nicht evidenzbasierte Fakten und Argumenten, sondern weitgehend nur gezielte Aussagen zu bestimmten Sensationen, Meinungen und Ideologien, was uns die orchestrierten Staats- und Mainstream-Medien heute bieten. Auch die Lokalmedien benutzen immer mehr diesen Tripp. Dies führt zu einer zunehmenden Gesellschaftsspaltung und die Medien sind die Hauptschuldigen!

Mit den Überinformationen («Infodemie») durch die Medialisierung entsteht eine Überforderung der Aufmerksamkeit und des Denkens. Einerseits werden in den Berichterstattungen des Mainstreams durch einen selbstdefinierten Verhaltenscodex mit einseitiger, tendenziöser bzw. suggestiver, gesinnungsangepasster Auswahl von Themen, Bildern, Schlagzeilen, Fragestellungen, Begriffen, Gesten, Redeausschnitten, Interviewpersonen, Hörer-/Leserkommentaren die bevorzugte Weltanschauung einseitig gleichgeschaltet. Anderseits werden Meinungen mit unerhärteten Fakten in "weltbestimmende Tatsachen" umgewandelt und zugleich inhaltlich gleiche Botschaften durch "Framingeffekte" mit unterschiedlichen Formulierungen manipuliert. Die Ethik-/Moralschiene des «Gutmenschentums" grenzt, durch die systemintegrierte Intoleranz und mit Fakenews, immer mehr Andersdenkende aus. Die Überheblichkeit und die indirekte Meinungszensur, vielfach verstärkt durch Beschämung und Ächtung, verhindert eine ehrliche, unabhängige und kritische Berichterstattung für ein demokratisches Selbstverständnis. Kurz gesagt: Damit die Quoten mehr Gewicht als die Wahrheiten erhalten, werden mit einem emotionalen und wenig belegbaren Meinungs- statt Faktenjournalismus, die entscheidenden Wege und Mittel für mögliche Problemlösungen bewusst zugeschüttet und damit auch das Vertrauen zerstört.  

Um die Glaubwürdigkeit des Wissenschafts- und Wirtschaftsjournalismus ist es seit je her in den meisten Medien schlecht bestellt. Es ist eine einseitig reflektierte und instrumentalisierte Wissenschaftsgläubigkeit mit unsicheren, fehlerhaften Daten bzw. Modellierungen und schwacher Evidenz festzustellen. Dazu kommt eine Wirtschaftsfeindlichkeit durch praxisferne Ideologien gewisser Gruppierungen. Die "Kultur der multimedialen Medienhäuser" wird nicht einfach schlecht gemacht, sondern sie ist weitgehend selbstverschuldet fragwürdig durch den eigenen Wahrheitsanspruch, durchsetzt mit Tatsachenausblendungen, Halbwahrheiten und Diffamierungen. Die eindeutig zunehmende Unglaubwürdigkeit bei den Staats- und Mainstream-Medien hat die Hauptursachen beim zunehmenden "Wissenschafts- und Wirtschaftsanalphabetentum" bzw. dem überheblichen "Gesinnungs-Aktivistenmodus" einer grossen Mehrheit der Journalisten, wo Objektivität und Ausgewogenheit ein Fremdwort sind. Es ist wirklich zu fragen, mit welchen Kompetenzen die Journalisten aller Medienhäuser, durch ihr sehr lückenhaftes Wissen und Können und grossmehrheitlich ohne praktische Erfahrungen in den Wissenschafts-, Wirtschafts- und Berufsbereichen, fundierte bzw. ideologiefreie Informationen mit ihren beigezogenen, gesinnungsgleichen Experten bieten können. Dies gilt auch bei der Verwissenschaftlichung der Alltagsarbeit durch lebensferne Wissenschaftler mit ihrem Geschäftsmodell für Subventionen und Weiterbeschäftigung.

Der sogenannte Qualitätsjournalismus ist bei klarer Analyse ein oberflächlicher Sensationsjournalismus für eine geistige Verwahrlosung, der weitgehend nur von einem andauernden Notfallmodus, einer selbstdefinierten Pseudowissenschaft und schöngeistigen Werbespots in eigener Sache lebt. Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt sind wichtig, aber entscheidender ist die Faktenwahrheit, welche allen glaubwürdigen Aussagen unterlegt sein muss. Eine Wahrheitsfindung kann durch ideologisch und moralisch gefärbte bzw. gewichtete Meinungen nie funktionieren, weil dadurch die Wirklichkeitsverluste ein umfassendes Denken ausschliessen. Mit der zunehmenden Aufhebung der journalistischen Neutralität durch selbsternannte "Experten", erhalten Emotionen freien Lauf und dadurch entsteht auch die Unfähigkeit bei Problemen immer wieder kritisch nachzuhaken. Unabhängiger, seriöser und objektiver Journalismus hat damit in der «modernen» Berichterstattung weitgehend ausgedient, denn auch gezielte Angstszenarien und ein einseitiges bzw. unehrliches Bashing gehören ins Repertoire für «Klicks und Umsätze». 

Durch den "heimatmüden", aber subventionshungrigen «Hofjournalismus» (ein Verbund von Wissenschaft, Medien und Politik), entsteht eine gesellschaftsmanipulierende, unheilige und subventionierte Allianz, im Dienst von Staat und Politikern. Die mit Staatsmillionen subventionierten Medienhäuser schicken sich auch immer mehr an, als "Speerspitze" mit einseitig übertriebenen Forderungen durch entsprechende Erstinformationen aus Politik und Wissenschaft vorauszugehen, um das "Kampffeld" in einer gewünschten Richtung zu räumen, damit nachher politisch Verantwortliche einmarschieren und die ausgeschlachteten Forderungen leicht festlegen können. Die Politik tut so, als ob sie alles weiss und wird durch die bevorteilten Medienhäuser entsprechend verherrlicht. Sie erkauft sich aber mit einer horrenden Geldverteilung auch die Loyalität bestimmter BürgerInnen- bzw. Interessengruppen, (u.a. Medienhäuser), steigert dadurch die Staatsmacht und macht als Vormund die Bevölkerung zum Mündel und die Demokratie zur Farce.  

Alles was nicht ins Medienkonzept des Mainstreams passt, erhält sofort den Anstrich von bösartigen Verschwörungstheorien oder es werden selbstgepushte "wissenschaftliche Studien" bzw. "gezielte Umfragen" angesetzt, um grundlegende Fakten zu verwässern. Die heute klar vom Staatstopf abhängigen Wissenschaften dürfen keinen Vorrang mehr erhalten, denn seit Jahrzehnten weiss man, dass wissenschaftliche Ergebnisse nie exakt sind, schnell wechseln können und der eingeredete Konsens nicht zur Wissenschaft gehört. Kommt dazu, dass neben den "Wissenschaftsaktivisten", welche an momentanen Wissenschaftsergebnissen für immer festhalten wollen, auch die Dateninterpretationen der involvierten Wissenschaftlerinnen durch ihren kollektiven Denkstil und ihre weltanschaulichen Präferenzen geprägt sind. Der Einheitsbrei in den "Fastfood-Berichterstattungen" der Medien beruft sich auf einem selbstdefinierten Wahrheitsanspruch. Die entsprechenden Ausgrenzungen von nichtpassenden Ansichten zielen auf die Einschränkung der Denk- und Handlungsfreiheit bzw. auf ein schlechtes Gewissen der Einzelnen. So werden mit den Nonsensbegriffen "Skeptiker" bzw. "Leugner" Menschen ins Abseits gedrängt, um so die eigene Deutungshoheit und damit die Machtposition weiter im Mainstream zementieren zu können. 

Eine kritische vierte Gewalt als "Wachhund" der Politik gibt es heute fast nicht mehr. Deshalb gehören Faktenchecks, Umfragen und Langzeitstudien nicht in die Hände von Medienhäusern, denn eigene Untersuchungen oder die Vergabe an mediennah beauftragte Unternehmen und bzw. Experten wird das Informationsmonopol mit vielen Manipulationsmöglichkeiten ad absurdum geführt. Noch schlimmer ist es, dass Medienhäuser gewisse Lern-Plattformen anbieten, um mit dem selbstpostulierten Qualitätsjournalismus die Bildungsstätten fachlich und ideologisch völlig einseitig instrumentalisieren zu können! Nur eine unabhängige und offizielle Stelle ausserhalb der Medienszene bringt hier eine echte Glaubwürdigkeit. 

Obwohl alle Medien in einer grossen Verantwortung stehen müssten, sehen sie die Schuld von unseriösen Informationen und Fakenews weitgehend in den selber definierten Verschwörungstheorien, welche weitgehend nichts anderes sind als der Widerstand von Realitäten gegenüber machthungrigen und lebensfernen Eliten. Kein Zeitungsverlag schreibt momentan rote Zahlen und grosse Medienhäuser weisen Jahresgewinne aus. Es ist deshalb verantwortungslos für eine Demokratie mit Staatssubventionen und Zwangsgebühren solche Mediengattungen zu fördern, denn mehr Gelder heisst weniger Journalismus. Nur so könnte wieder eine freie Konkurrenz für einen echten Informations- statt Haltungsjournalismus entstehen und der Informationsmarkt wäre mit der einseitigen Monopolstärkung nicht mehr verzerrt, sondern ausgewogen.  

Die Medienhäuser als "Panikorchester im Dauermodus" sind die grössten Manipulations- und Verdummungsanstalten unserer Zeit, welche für «Geist und Seele» der Menschen eine starke Virenkrankheit sind. Es ist ein Medienversagen grösster Tragweite für echte Demokratien. Das Hinterfragen von Prinzipien von verschiedenen Politikern, Interessengruppen und Experten durch Querdenker sollte deshalb zur BürgerInnenpflicht werden, denn sonst entsteht mit einer "Wahrheit der Richtigen" eine Meinungszensur statt einer Meinungsvielfalt, was Radikalisierungen und Hass weiter verstärkt. Das Missionierungs- und Kolonialzeitalter mit anderen Vorzeichen ist damit wieder aktuell.

Die grosse Mehrheit der Medien, als wichtigstes Korrektiv für eine fundierte Meinungsbildung gedacht, werden in ihrer Verfilzung mit Politik und Forschung völlig staatsabhängig und frönen weitgehend einen Verlautbarungsjournalismus! Mit den von Wissenschaft und Politik übernommenen und befeuerten "Worst-Case-Szenarien" und die Verherrlichung des "welterlösenden Gutmenschentums", provozieren sie starke Ausgrenzungen. Die integrierte Intoleranz beim Überlegenheitsdenken, verhindert einen respektvollen und lösungsbasierten Dialog mit Andersdenkenden und führt zur Gesellschaftsspaltung. Es ist diese "Gesinnungs- oder Haltungskultur" verbunden mit einer "Löschkultur" (=Cancel-culture), welche den Rassismus und Fakenews durch Halbwahrheiten dauernd verstärken. Am Schluss feiern sich die Mainstream-Medien als Sieger über das Böse. Doch letztlich werden sie noch unglaubwürdiger als sie es schon sind und stehen mit ihren tendenziösen Ideologien und Narrativen für die noch denkende Bevölkerung immer mehr im Abseits.  

Der einzige Rettungsanker für die Glaubwürdigkeit aller Medien wäre, immer beide Seiten einer Thematik mit erhärteten Fakten transparent, ausgewogen und konsequent in einem «Rahmen» aufzuzeigen und dann separat die Autorenmeinungen mit ihren Argumenten zu präsentieren. Das bedingt fundierte Recherchen (nicht die aktuelle copy/paste-Mentalität) und faktenunterlegte Informationen ohne ein ideologisches, alarmistisches und gefiltertes "Vorkauen". So könnten Leser und Zuschauer sich wieder selber fundiert das eigene Urteil bilden und Entscheide fällen! 

Fazit

Durch die hohe Dominanz der grossen Medienhäuser verschwinden regionale Identitäten immer mehr. Das ganze Spektrum der Informationen als Grundversorgung für die Region in den Regionalmedien anzubieten, wäre aber ein unverhältnismässiger Aufwand. So zementiert ein einseitiger Mainstream mit gebetsmühlenartig mit andauernder Hirnwäsche die Köpfe der Bevölkerung und bevormundet diese immer mehr mit einem moralischen und missionarischen Meinungsdiktat. Da nützen auch grosse Reformen der Medienhäuser nicht viel, weil mit Inhalten, Produktion, Verteilung bzw. Datenkontrollmanagement keine wahrhaftigen Informationen, sondern nur ein Zusammengehen mit starken Machtgruppierungen aus den Kapital-, Tech- und Informationsgiganten und eine erkaufte Staatsabhängigkeit garantiert sind. Wer einigermassen noch selber denken kann, merkt es sofort: Das Vertrauen in die Medien aller Gattungen geht immer mehr verloren, denn die eindeutig zunehmenden "Gesinnungsinformationen" mit rot-grünen Ideologien bzw. einer "unangreifbaren Religion" und eine situativ anpassbare "Fassade des Gutmenschentums", brauchen keine Seriosität, keine belegten Fakten und keinen lebensnahen Realitätsbezug. So geht der Trend eindeutig in eine "Correctness political" (=medienbestimmte Moral mit fixierter und bevormundender Identitätsideologie), einen einseitig politischen Positionsbezug und einen ideologischen Aktivismus des Gutmenschentums mit einer einzigen Wahrheit. Es fehlen objektive, evidenzbasierte und ausgewogene Fakten und Argumente, was die gewollte Bildungsverwahrlosungm zur Vernebelung der Tatsachen beschleunigt. Eine Quittung zu diesem "koordinierten Mainstream-Journalismus" mit z.T. einem Selbstbetrug bei den Journalisten, wird schneller eintreffen als man denkt, denn Menschen können auf die Dauer nicht einseitig manipuliert und respektlos mit Halbwahrheiten und Fakenews hintergangen werden./ be  

"Eine radikale News-Diät würde viele Medien überflüssig machen und für die Einzelnen mehr Klarheit, Ruhe und Zeit bringen, denn das Neue ist nicht das Relevante im Leben." (Rolf Dobelli) 

 

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