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tomato 2823824 web grossDas passiert beim Fasten im Körper

Bei vielen Menschen steht das Fasten vor allem dann an, wenn sie sich innerlich reinigen wollen. Wird dem Körper die Nahrung entzogen, beginnt er auf die eisernen Reserven zurückzugreifen. Was aber passiert mit unserem Körper, wenn wir fasten? Der Prozess des Fastens kann auf zwei Ebenen erfasst werden - der psychischen und der körperlichen.

Die psychische KomponenteDie psychische KomponenteSchon vor dem eigentlichen Fasten beginnt sich bei uns etwas zu verändern. Wenn jemand sich zum Fasten entschliesst hat er sich schon einige Gedanken darüber gemacht, weshalb er diesen Schritt überhaupt machen will. Sobald der Körper merkt, dass er auf Nahrungsreduzierung gestellt wird, gibt auch er „seinen Senf dazu“ und beginnt den Organismus auf Aktivität zu stellen. Das sind dann jeweils die Momente,  in denen der innere Schweinehund überwunden werden muss.
Die körperliche KomponenteDie körperliche Komponente umfasst alle Aspekte, die mit dem Körper selbst zu tun haben. Also die Stoffwechsel- und Entschlackungsprozesse die angeregt werden, aber auch die Nebenwirkungen die auftreten können. Dazu zählen zum Beispiel Kopfschmerzen oder Antriebslosigkeit.
Das Fasten gliedert sich in einige Abschnitte:• Die ersten drei Tage. In dieser Zeit beginnt der Organismus sowohl auf hormoneller als auch psychischer und neurologischer Ebene umzuschalten. Damit werden Herz und Kreislauf ein wenig entlastet. Neben der Verbesserung der Fliesseigenschaft des Blutes, werden auch Gas- und Sauerstoffaustausch in den Kapillaren erleichtert. Jetzt setzt der Antistresseffekt ein. Die Person, die am Fasten ist, wird merken, dass sie ruhiger und gelassener wird. Es kann aber auch zu sogenannten Heilkrisen kommen, die sich in Form von Kopfschmerzen, unerträglicher Migräne und Übelkeit bis hin zur Unlust bemerkbar machen können. Natürlich kann davon ausgegangen werden, dass jede fastende Person anders auf diesen Reinigungsprozess reagiert.
• Der siebte bis 14 Tag:.Jetzt beginnen sich die Stoffwechselprozesse zu stabilisieren, der Körper gewöhnt sich nun relativ gut an diesen neuen Umstand. Die Verbrennung von Eiweiss beginnt sich zu drosseln und statt Eiweiss muss der Organismus auf andere Quellen zurückgreifen, auch eine Ketose durch Hungern genannt. Das Gute daran – das bisherige Hungergefühl wird nach und nach nicht mehr wahrgenommen, wird erträglicher und bleibt dann irgendwann vollständig aus. Dies beruht darauf, dass durch die reduzierte Nahrungszufuhr auch der Magen und der Darm nach und nach ruhig gestellt werden. Obwohl sich der Organismus an diesen Umstand bereits gewöhnt hat, kann es auch in dieser Phase immer noch zu kleinen Krisen kommen, die sich vor allem in Form von Unterzuckerung, Schlafstörungen und Herzklopfen bemerkbar machen.  
• Die dritte Woche des Fasten:Der Organismus hat in den letzten beiden Wochen gelernt wie er seine Reserven auf weitaus ökonomischere Art und Weise verarbeiten kann. Es geht dabei Vieles leichter von der Hand und das Fasten wird nicht mehr so schwer genommen. Die meisten Dinge sind bereits automatisiert und das Hungergefühl ist in der Regel verschwunden. Die innere Ernährung, wie dieser Vorgang auch immer wieder genannt wird, beginnt nun schon selber zu laufen. Ab jetzt wird das Körpereiweiss geschont und die Leber dabei immer mehr entlastet. In dieser Phase greift der Körper beinahe nur noch auf die bestehenden Fettreserven zurück. Das Gewicht wird nach und nach reduziert. Die Leistungen werden grösser und es tritt ein Wohlfühlgefühl ein.
• Die vierte bis sechste Woche:Einige der Fastenden unterziehen sich dem Fasten noch weitaus länger als drei Wochen. Die innere Verdauung bringt nun wahre positive Effekte, denn nun werden sogar Zell- und Eiweißstrukturen geändert. Mit dem Abbau dieser Strukturen können zahlreiche Erkrankungen, die auf rheumatischen, immunologischen oder allergischen Grundlagen beruhen, gelindert werden.
Bringt Fasten den überhaupt etwas?Natürlich. Und weil es viel bringt, entscheiden immer mehr Menschen ein- oder auch mehrmals im Jahr sich so zu reinigen. Einst war das Fasten ein Prozess für Busse tun, doch darum geht es schon lange nicht mehr. Der Körper soll nach und nach gereinigt werden – von innen her. Fasten wird sogar von Ärzten immer wieder gezielt eingesetzt, damit Krankheiten entgegengewirkt werden kann. Vor allem bei Diabetes und Insulinresistenz, kann das Fasten wahre Wunder bewirken, was zur Folge hat, dass weitaus weniger Blutzuckerspritzen eingesetzt werden müssen. Allerdings ist ein Irrglaube wieder weit verbreitet: Es wird angenommen, dass durch das Fasten Allergien und Entzündungen geheilt werden können, was allerdings nicht der Fall ist./Hegi

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